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US-Forscher erfinden die elektrische Zigarette neu

 

Forscher des renommierten Duke University Medical Centers in North Carolina/USA haben eine neuartige Methode vorgestellt, Nikotin zur Rauchentwöhnung zu verabreichen. Sie sind sich sicher, dass diese neue Technologie den am Markt verfügbaren Produkten überlegen ist. Das Verfahren wurde bereits zum Patent angemeldet. Die Daten einer klinischen Studie wurden am 27. Februar 2010 beim Jahrestreffen der „Society for Nicotine and Tobacco Research“ (SRNT) unter dem schönen Titel „Pulmonary Delivery of Nicotine Pyruvate: Sensory and Pharmacokinetic Characteristics“ (frei übersetzt: Verabreichung von Nikotin-Pyrivat über die Lunge: sensorische und pharmakokinetische Chrakteristika) im US-amerikanischen Baltimore/Maryland vorgestellt.

Duke Medicine

Nikotin-Präparate im Visier

„Wir wollten das Rauchgefühl replizieren, ohne die Gefahren in Kauf nehmen zu müssen, die mit dem Rauchen einer Zigarette verbunden sind. Und wir wollten das effizienter erledigen, als dies die heute am Markt verfügbaren Nikotin-Präparate können.“ sagt Dr. Jed Rose, Direktor des „Duke Center for Nicotine and Smoking Cessation Research“.
Aus der Sicht der US-Forscher besteht der größte Nachteil der verfügbaren medizinischen Nikotin-Inhalatoren (die Produkte Nicotrol und Nicorette werden namentlich benannt) darin, dass das Nikotin nur im Mundbereich und maximal in den oberen Luftwegen aufgenommen wird. Nur wenig des Nikotins erreicht die Lunge. Damit eine schnelle Wirkung einsetzt, die das Verlangen nach einer Zigarette schnell und effizient lindert, sei es aber wichtig, dass das Nikotin möglichst schnell über die Lunge aufgenommen wird.

Dr. Jed Rose – Bild: Duke Medicine

Wolke aus „Nikotin-Pyrivat“

Die neue Technologie kombiniert verdampfte Brenztraubensäure (auch Acetylameisensäure genannt) und Nikotin. Brenztraubensäure ist ein natürliches Zwischenprodukt des menschlichen Stoffwechsels. Bei der gemeinsamen Verdampfung der beiden Stoffe entsteht das Salz „Nikotin-Pyrivat“. Die Reaktion der beiden Stoffe verwandelt die ursprünglich unsichtbaren Stoffnebel in eine Wolke aus mikroskopisch kleinen Partikeln, die zur Aufnahme des Nikotins inhaliert wird – ganz so wie ein Raucher Zigarettenrauch inhaliert.

Klinische Studie

Die klinische Studie wurde durch die neuseeländische Christchurch Clinical Studies Trust (CCST) durchgeführt. In der Untersuchungsanordnung inhalierten neun „gesunde“ Raucher je 10 Züge des Nikotin-Pyrivats mit steigender Dosierung (erst 10, dann 20 dann 30 μg/Zug). 10 Züge kamen aus einem handeslüblichen Nicotrol-  bzw. Nicorette-Nikotin-Inhalator-System. 10 weitere Züge enthielten als Placebo lediglich Raumluft. Vor und nach jedem Inhalations-Intervall wurde der Nikotinspiegel im Blut der Probanden gemessen. Die Analyse der Blut-Ergebnisse zeigte, dass bei der Inhalation des Nikotin-Pyrivat-Nebels der Nikotin-Spiegel im Blut rasch und wie gewünscht anstieg. Zudem klagten die Probanden weniger über Irritationen im Mund- und Rachenraum. Auch das Verlangen nach einer echten Zigarette war nach der Inhalation des Nikotin-Pyrivats deutlich geringer, als nach den anderen getesteten medizinischen Präparaten.
„Verglichen mit den aktuell verfügbaren Nikotin-Inhalatoren sind wir in der Lage Rauchern mehr Nikotin zu geben – allerdings immer noch weniger, als bei einer echten Zigarette – mit weniger Irritationen resultierend in einem verminderten Verlangen nach einer Zigarette.“ zeigt sich Dr. Rose erfreut. Er bemerkt weiterhin, dass die neue Technologie zukünftig vielleicht auch für die Vergabe von anderen Medikamenten angewendet werden könne. Duke Medicine hat die neue Technologie bereits zum Patent angemeldet.

Interessant: zu dem Team, das die neue Methode erfand, gehört übrigens auch James E. Turner, der seinerzeit Nicotrol/Nicorette erfand.

Nachteile bestehender Nikotin-Präparate indirekt bestätigt

Indirekt bestätigen die renommierten Experten des Duke University Medical Centers die Nachteile der aktuell verfügbaren Nikotin-Präparate zur Rauchentwöhnung. Sie verabreichen ihren Konsumenten offensichtlich weder die notwendige Dosis Nikotin, noch unterstützen sie bei der psychischen Entwöhnung, indem sie weder das Raucherlebnis nachahmen, noch sonstige Schlüsselreize unterstützen.

Paralellen zur elektrischen Zigarette

Dass die neue Methode an der Forschungseinrichtung eines Universitätsklinikums entwickelt wurde, erklärt vielleicht auch, warum das neue Verfahren nicht im Vergleich zu der eher kommerziell vermarkteten elektrischen Zigarette untersucht wurde. De facto handelt es sich bei der elektrischen Zigarette ebenfalls um einen Nikotininhalator, der wohlwollend betrachtet auch als medizinisches Nikotin-Abgabe-System durchgehen würde. Immerhin ist die Anzahl der Inhaltsstoffe bei der eZigarette ebenfalls sehr überschaubar und nach der allgemeinen Auffassung – vom Nikotin abgesehen – unbedenklich. Die Parallelen zu der jetzt veröffentlichten Erfindung liegen auf der Hand.

Die US-Forscher zielen allerdings offensichtlich primär auf den Markt der Nikotin-Ersatz-Präparate ab, die derzeit über die amerikanischen Apotheken und sog. Drug-Stores in Supermärkten und Einkaufszentren vertrieben werden. Vielleicht scheint ihnen dieser „seriöse“ Vertriebskanal auf lange Sicht sicherer als der Vertriebsweg Internet, über den heute die elektrische Zigarette in erster Linie abgesetzt wird.

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